3. Tag auf dem Salkantay-Trail


Gastbeitrag von Achim:

Nach der zweiten Nacht im Zelt erwachen wir um 6.oo Uhr frisch und ausgeruht. Diese Nacht war es wieder wärmer. Das Erwachen leider ohne Tee am Zelt :-(. Nachdem wir uns gestern alle einstimmig entschieden hatten, unseren Trek zu Fuß fortzusetzen und nicht mit dem Collectivo, führt uns unser Weg durch eine neue und doch ganz andere Welt: gestern waren wir noch in einer arktischen Bergwelt mit schneebedeckten Gipfeln, heute sind wir fasziniert von einer immer tropischer werdenden Berglandschaft. Die Flusstäler des Lluskamayo River schneiden sich immer weiter in die Berge ein. Je weiter wir von 3000 Meter absteigen, um so wärmer wird es, wir ziehen immer mehr Schichten an Klamotten aus. Nathan erklärt uns vieles zu den Pflanzen, einmal klettert er den Hang hinunter, um uns mit Grenadinen zu versorgen. Wir entdecken auch Avocados und langsam tauchen Bananen- und Kaffeeplantagen auf. Auch Koka-Anpflanzungen sind darunter zu sehen 🙂

Nach ca. 4 Stunden Wanderung steigen wir in ein Collectivo zu ein paar anderen Trekkern und fahren über La Playa nach Santa Teresa. Einem Städtchen auf 1900m Höhe. Während der Fahrt bergab geht s durch dichten Bergwald, im Auto läuft 2000 Party- Musik und alle gehen im Rhythmus der Musik im Einklang der Schlaglöcher der unasphaltierten Straßen voll ab- bumm, bumm Yeah. In Santa Teresa gibt es für uns alle Mittagessen. Danach gibt es den ersten großen Abschied: Nathan setzt die Tour mit Ronja, Miriam und Jonas direkt nach Hidroelectrica fort, da sie ja nur eine 4-Tagestour gebucht hatten. Wir beide, Kelly und Stuart haben noch einem Tag mehr vor uns. Nachdem wir in Santa Teresa unser Hostel bezogen und nach 3 Tagen endlich mal wieder geduscht haben, treffen wir uns mit Kelly und Stuart zu einem Stadtrundgang.

Santa Teresa hat eine eigenartige Stimmung, irgendwie trostlos und lethargisch – nicht sehr einnehmend. Später erfahren wir, dass Hochwasser das alte Dorf vor 15 Jahren mit 100 Toten zerstört hatte und das Neue hier an anderer Stelle schnell wieder hochgezogen wurde. Highlight in Santa Teresa sind aber die Hot Springs in einem tiefer gelegenen Tal. Hierauf freuen wir uns schon seit Tagen: Nach einer nächtlichen Fahrt mit dem Taxi durchs Nirgendwo ( Gottseidank sind wir nicht gelaufen, dies hätte viel zu lange gedauert) ahlen wir uns in heißem Bergquellwasser – die Anlage besteht aus mehreren künstlichen und terrassierten Becken entlang eines Bergfelsens, in einem Tal abseits der Stadt eingebettet. Wir vier lassen es uns gut gehen. Im Schein der Sterne lassen sich am Rand die Felswände erkennen, ab und an nieselt es ein wenig und wir erzählen uns mystische Geschichten. Danach fühlen wir uns pudelwohl und zurück in der Stadt trinken wir noch ein paar Cocktails (Pisco sauer natürlich – das Nationalgetränk der Peruaner:

Pisco Sour ist ein Cocktail aus der Sour-Familie. Die Basisspirituose ist Pisco, ein Traubenschnaps, benannt nach der Stadt Pisco in Peru, der in zwei Varianten in Peru und Chile hergestellt wird. Der Ursprung des Pisco Sour ist zwischen diesen Ländern umstritten.)

und spielen Djengo- für uns alle eine Kindheitserinnerung. Unter der Wirkung der Cocktails gibt es eine emotionale Verabschiedung bei uns Vieren, da Kelly und Stuart ihre Reise nicht geführt mit Guide wie wir fortsetzen. Schön die beiden getroffen zu haben.

Danach geht’s ins Hostel in Erwartung des nächsten Tages und unserer neuen Gruppe, die wir am nächsten Tag kennenlernen sollten… ( Übrigens darf Jan die Nacht mit Hanna Montana verbringen, während ich mich mit Bärchen begnügen muss)

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